Tournee wirbt für ein Grundeinkommen

Auftakt: BGE-Aktivisten stoßen auf reges Interesse.
Pressebericht zur BGE-Veranstaltung in Bonn in der Rhein-Zeitung vom 26.01.2017

Bonn: Über eine gelungene Auftaktveranstaltung zur bge17-Tournee kann sich das Bündnis von BGE-Aktivisten freuen, das am letzten Samstag im DGB-Haus in Bonn-Endenich eingeladen hatte. Rund achtzig Personen aus Bonn und Umgebung waren der Einladung gefolgt und füllten den großen Saal im DGB-Haus bis auf den letzten Platz.

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) in unserer Gesellschaft mehrheitsfähig machen, ist das Ziel dieser Tournee. Rund jeder vierte Deutsche befürwortet mittlerweile ein Grundeinkommen in Deutschland [1]. Eine durchaus positiv zu bewertende Entwicklung. Allerdings wären 25% Befürworter derzeit nicht ausreichend, um das BGE zum Beispiel über eine bundesweite Volksabstimmung in Deutschland einzuführen. Nach wie vor herrscht bei vielen Menschen in unserem Land ein Informationsdefizit, wenn es um das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen geht.

Das BGE von verschiedenen Standpunkten aus zu betrachten, dazu hatten sich sieben BGE-Referenten bereiterklärt: Dagmar Paternoga (attac-bonn), Sascha Liebermann (Freiheit statt Vollbeschäftigung), Ulrich Buchholz (Bonner Initiative Grundeinkommen e.V.), Winfried Gather (katholische Arbeitnehmerbewegung), Wolfgang Strengmann-Kuhn, (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Charly Hörster (Landesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen NRW, Die LINKE) und Jürgen Jack_R von der Piratenpartei. Moderiert wurde die Veranstaltung von Claudia Laux (Grünes Netzwerk Grundeinkommen) und Dr. Gernot Reipen (Piratenpartei).

So richtete Reipen seine Begrüßungsworte zu Beginn der Veranstaltung speziell an die Besucher, für die das BGE noch mit vielen Fragezeichen behaftet ist: Das BGE als eine Chance wahrnehmen um die Zukunft gemeinsam gestalten zu können. Zukunftsängsten keinen Raum geben und den Herausforderungen einer globalisierten Welt unvoreingenommen entgegentreten, war sein Appell.

Ein reges Interesse bei den Besuchern fand die offene Diskussionsrunde nach der Mittagspause. Besucher fragen, Referenten antworten. Dieses direkte Gespräch in kleinen Gruppen ermöglichte jedem Teilnehmer seine offenen Fragen zum BGE vorzubringen. Auch für die Referenten waren diese Rückfragen sehr wertvoll. Liebermann von der Organisation Freiheit statt Vollbeschäftigung lobte die überaus positive Eigendynamik dieser Gesprächsrunde. In der Runde des Bundestagsabgeordneten Strengmann-Kuhn war unter anderem die schrittweise Einführung eines BGE, wie zum Beispiel durch eine Kindergrundsicherung, ein Thema.

Zusätzliche Informationen konnten sich die Teilnehmer an den Infotischen einholen. So war auch ein Infotisch von Mehr Demokratie e.V. aufgebaut. Die Einführung eines BGE kann nur unter einer breiten Zustimmung der Bevölkerung erfolgen. Hierzu müssen aber auch neue basisdemokratische Strukturen eingeführt werden, wie zum Beispiel eine bundesweite Volksabstimmung. Hier verfolgen die Organisatoren der BGE-Veranstaltungsreihe und der Verein Mehr Demokratie e.V. die gleichen Ziele, mehr Basisdemokratie in Deutschland zu verwirklichen.

Die BGE-TOURNEE geht weiter. Nächste Station ist am 25.03.17 in Kiel. Alle weiteren Informationen und Berichte sind unter bge17.de abrufbar.

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